Amner – ein kleiner Patient in unserer Therapie ist verstorben

Der Arzt, die Therapeutinnen und die Lehrerinnen, deren Arbeit wir auf OMETEPE unterstützen, sind tief betroffen von Amners Tod und trauern gemeinsam mit seiner Familie.

Amner war gerade einmal zwei Jahre alt geworden. Schon kurz nach seiner Geburt erkrankte er an einer Sepsis. Im Alter von acht Monaten traten epileptische Anfälle auf, die sich trotz der neurologischen Medikamente, deren Finanzierung wir mit unserer Unterstützung ermöglichten, nicht ausreichend eindämmen ließen. Die wöchentlichen Bewegungstherapien halfen ihm, die Auswirkungen seiner Spastik zu lindern und begleiteten ihn auf seinem schwierigen Lebensweg.

In den vergangenen Wochen musste Amner wiederholt wegen einer Lungenentzündung im Krankenhaus behandelt werden. Sein letzter Krankenhausaufenthalt dauerte vom 19. bis zum 28. September 2026.

Amner lebte mit seinen Eltern und seinen beiden Schwestern im Dorf Pull, etwa fünf Kilometer von Alta Gracia entfernt. Die wirtschaftliche Situation der Familie ist schwierig. Sein Vater arbeitet regelmäßig einen Tag in der Woche als Landarbeiter (campesino) und bemüht sich darüber hinaus, durch Gelegenheitsarbeiten, beispielsweise als Maurer, zum Lebensunterhalt der Familie beizutragen. Seine Mutter hat keine Möglichkeit, einer bezahlten Arbeit nachzugehen. In den vergangenen zwei Jahren widmete sie ihre ganze Zeit und Kraft der Betreuung ihres Sohnes.

Mit Amners Tod verliert die Familie ihr kleines Kind, das sie über zwei Jahre hinweg liebevoll begleitet und umsorgt hat. Auch für die Menschen, die ihn medizinisch, therapeutisch und pädagogisch unterstützt haben, ist sein Tod ein schmerzlicher Verlust. Unsere Gedanken sind bei seiner Familie, der wir in dieser schweren Zeit viel Kraft und Trost wünschen.

 

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